Geschichte
Ursprung
Bangkok entstand als Kleinstadt Thonburi, heute Teil Bangkoks, am westlichen Ufer des Chao Praya. Nachdem die erste Hauptstadt Ayutthaya 1767 im Krieg mit Birma zerstört worden war, wurde Bangkok zur neuen Hauptstadt erklärt. Der frühere Name Bang Makok („Dorf der Wildpflaume“) wurde abgelegt.Der offizielle Name der Stadt lautet seit damals in der Kurzform Krung Thep - also „Stadt der Engel“. Das ist jedoch nur eine Kurzform des vollständigen Namens, des weltweit längsten Städtenamens: Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit. Westliche Händler und Reisende verwendeten statt dessen den Namen des Dorfes Bangkok.
Wachstum
Der neue Königspalast und der königliche Tempel, der Wat Phra Kaeo mit dem Smaragd-Buddha (Phra Kaeo), dem Nationalheiligtum Thailands, wurden auf einer Art künstlicher Insel errichtet, denn die ganze Stadt war von einem dichten Netz von Kanälen (Khlongs) durchzogen.
Der Verkehr spielte sich zum Großteil auf diesen Khlongs (Kanälen) ab. Selbst Märkte („Schwimmende Märkte“) fanden auf dem Wasser statt. Daher wurde Bangkok damals auch als das Venedig des Ostens bezeichnet. Viele Khlongs wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts nacheinander zugeschüttet um Raum für den konstant steigenden Straßenverkehr und die wachsende Bevölkerung zu schaffen.
1863 wurde die erste gepflasterte Straße der Stadt, die Thanon Charoen Krung, an Stelle eines früheren Elefanten-Trampelpfads gebaut. Während der Regentschaft König Rama V. Chulalongkorn (regierte 1868-1910) entstanden eine Eisenbahnlinie in den Norden, Straßenbahnlinien für den innerstädtischen Verkehr, sowie eine große Anzahl neuer Straßen und die Mehrzahl der häufig von europäischen Stilen beeinflussten Regierungsgebäude.
Die Moderne
Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs die Stadt über ihre ehemaligen Grenzen hinaus. Dies führte zur Einweihung der ersten Brücke, der Memorial Bridge, über den Chao Praya im Jahr 1932. Im 2. Weltkrieg wurde Bangkok einige Jahre lang von japanischen Streitkräften besetzt und 1944 von den Alliierten bombardiert. Nach Ende des Krieges erholte sich die Stadt glücklicherweise schnell wieder und wuchs weiter.Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die meisten Khlongs zugeschüttet und durch Boulevards und Straßen ersetzt. Vor allem in den 60er und 70er Jahren wurden unzählige Häuser und Strassen gebaut. Die 80er brachten den wirtschaftlichen Boom der Tigerstaaten, bald darauf begann der Bau großer Hochhäuser, der das Stadtbild stark veränderte. Bangkok wurde zur Weltmetropole.
Anfang des 21. Jahrhunderts lebten mehr als 6 Mio. Menschen hier, von dem Ende des Wirtschaftsbooms konnte sich Bangkok gut erholen. Das größte Problem ist und bleibt aber der Strassenverkehr. Der Bau der Metrolinie und des Sky Trains sollen diesem entgegenwirken.